Marktkommentar 09/2026
Neue Höchststände zum Monatsauftakt
Ein zunächst ruhiger Monat an den Börsen entwickelte sich zum Ende hin zu einem Rekordmonat. Bereits zu Beginn des Monats stiegen die Märkte, sodass wir bereits in der ersten Augustwoche neue Höchststände im DAX, im Euro Stoxx und im S&P 500 sehen konnten. Getrieben wurde diese Entwicklung insbesondere durch neue KI-Fantasien als auch einer wieder etwas größeren Euphorie in diesem Bereich. Immer wieder sorgt die Entwicklung rund um die künstliche Intelligenz dafür, dass die Kurse steigen oder unter Druck geraten.
Fallende Ölpreise und die Straße von Hormus

KI generiert
Auf der anderen Seite unterstützten fallende Ölpreise die Märkte. Es wurde über einen möglichen gemeinsamen Korridor zwischen dem Oman und dem Iran im Zusammenhang mit der Straße von Hormus gesprochen. Bestätigt ist bislang noch nichts und die Gespräche dauern weiterhin an. Dennoch hat diese Aussicht die Märkte zunächst beflügelt.
Schwächere Arbeitsmarktdaten verändern die Zinserwartungen
Zusätzlich wurden schwächere US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Hier zeigt sich immer wieder eine gewisse Krux: Schlechte Daten vom Arbeitsmarkt sind grundsätzlich ein Zeichen dafür, dass es der Wirtschaft nicht gut geht. Gleichzeitig sinkt dadurch jedoch die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Zinserhöhung,
Das Thema bleibt aufgrund der hartnäckig höher bleibenden Inflation in den USA weiterhin aktuell. Der Markt hatte eine Zinserhöhung zunächst eingepreist. Mittlerweile wird dieses Szenario jedoch wieder etwas ausgepreist.
Gold und Bitcoin mit starkem Comeback
Gleichzeitig erlebte Gold ein starkes Comeback. Gegenüber dem Monatsanfang stieg der Goldpreis um gut 15 Prozent. Auch der Bitcoin sprang erneut sehr dynamisch an und verzeichnete im August Kursgewinne von fast 20 Prozent.
Der US-Dollar wurde gegenüber dem Euro etwas schwächer, sodass es dort zu Abgaben kam.
Ruhigere Marktphase zur Monatsmitte
Nach den anfänglich guten beziehungsweise starken Bewegungen in einem klassischerweise eher ruhigen Sommermonat – zumindest mit Blick auf politische Themen – wurde es ab der Monatsmitte etwas ruhiger. Die Märkte bewegten sich seitwärts und verzeichneten leichte Rückgänge.
Alle Augen auf Nvidia
Für freundliche Stimmung sorgen auch die Quartalszahlen von Nvidia. Der Konzern steigerte Umsatz und Nettogewinn im zweiten Quartal auf mehr als das Doppelte. Unter dem Strich verdiente der Technologie-Konzern 60 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von knapp 100 Milliarden. Das ist mehr als Marktbeobachter erwartet hatten.

KI generiert
Daran hängen weitere Aussichten für das gesamte Thema der künstlichen Intelligenz, für alle mittlerweile damit verbundenen Industrien. Nvidia gilt nämlich mit seinen Produkten für Rechenzentren als ein wichtiger Motor des KI-Booms. Für die Finanzmärkte ist die Bilanz deshalb ein Gradmesser für den Zustand der gesamten Branche.
Geopolitische Risiken bleiben bestehen
Viel mehr gab es im August nicht zu berichten. Die Begleiterscheinungen der beiden Kriege bestehen weiterhin, wurden von den Märkten aktuell jedoch verarbeitet. Solange es dort keine neuen Eskalationen oder weiteren Eskalationsstufen gibt, dürfte sich daran zunächst nichts ändern.
Die Ausgangslage bleibt damit grundsätzlich konstruktiv – allerdings auf einem inzwischen hohen Bewertungs- und Erwartungsniveau. Umso wichtiger wird es sein, die kommenden Unternehmens- und Konjunkturdaten genau im Blick zu behalten.
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